Ein paar Stichworte zu den manuellen Minolta-SLRs

Dieser Atikel stammt von ca. 2003 und ist natürlich lange überholt. Aus Minolta wurde Konica Minolta, und jetzt ist nur noch das AF-Objektivbajonett geblieben, das an Sony-DSLR weiter lebt. Und Film-Spiegelreflexkameras mit manuellem Fokus gibt's eh nicht/kaum mehr (ping Leica R?). Weil das Glas für diese Bodies aber teilweise wahnsinnig gut ist (fast durchweg zumindest besseres Bokeh als vergleichbare Nikon-Linsen), lasse ich den Artikel mal drin.

Objektive

Objektive mit MC- oder MD-Bajonett passen an _alle_ Minolta Spiegelreflex-Kameras ohne Autofocus von der SR-T Serie bis zur X-700 die soweit ich weiss immer noch gebaut wird. (Bei den allerersten Minolta SLR, den SR ohne "T") bin ich nicht ganz sicher, aber die sind eh sehr selten). Diese Kameras werden, grösstenteils weit unter ihrem tatsächlichen Wert, in grossen Mengen gebraucht angeboten.

Bei den Objektiven mit MC-Bajonett gibt es _leichte_ Kompatibilitätsprobleme mit der Blenden- und Programmautomatik der XD und X 700. Manuell und Zeitautomatik funktionieren immer. Die MDs haben zusätzlich einen zweiten Nocken, der der Kamera anzeigt, ob das Objektiv auf seine kleinste Blende eingestellt ist (und somit die Blendenautomatik vollkommen funktioniert).

Gehäuse

SR 2, 1 und 7: Die ersten Minolta SLRs. Ich weiss darüber sehr wenig. Bis auf die SR7 ohne eingebauten Belichtungsmesser.

SR-T Reihe mit einer Unzahl von Varianten. Das Urmodell war die SR-T 101, die Reihe wurde von Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre gebaut. Alle Modelle sind vollmechanisch, haben einen gekuppelten TTL-Belichtungsmesser (daher das "T" im Namen?) mit 2 CdS-Zellen und sind überaus stabil gebaut. Mit dieser Baureihe wurden die MC ("meter-coupled") Objektive eingeführt, die Offenblendenmessung ermöglichen. Alle Modelle haben, soweit ich weiss, eine Abblendtaste. Topmodell war die SR-T 303: Spiegelvorauslösung, Blenden- und Zeitanzeige im Sucher, Doppelbelichtungsmöglichkeit.
Nachteil bei allen SR-T sind die erforderlichen Quecksilberbatterien, allerdings sind die Kameras auch ohne Batterien voll einsatzfähig (mit externem Belichtungsmesser.)

Danach sind die Verschlüsse elektronisch gesteuert und somit stehen ohne Batterien, wenn überhaupt, nur noch "Not-Belichtungszeiten" zur Verfügung:

XE (in Europa XE 1, in US XE 7, in Japan XE): weitgehend baugleich mit der Leica R3 (bis auf Sucher und Belichtungsmesser), superleiser Metallschlitzverschluss, eingebauter Okulardeckel, Doppelbelichtung möglich, Zeitautomatik. Die XE 5 war ein etwas vereinfachtes Modell mit einigen fehlenden Features (Okularabdeckung, Doppelbelichtung, Filmladesignal).

XM (in US XK): Profi-Modell der 70er, mit auswechselbaren Prismen etc. Es gab Versionen mit und ohne Motor. Nachteile: ziemlich unhandlich, selten und teuer.

XD: Schwestermodell der Leica R4, gleicher oder ähnlicher Verschluss wie die XE. Zeit- und Blendenautomatik, manueller Modus, Quasi-Programmautomatik, Motor (Winder D) ansetzbar. Für die XD-Kameras wurden die MD-Objektive eingeführt. Topmodell: XD 7 (in US XD 11), die XD 5 ist im Prinzip die selbe Kamera mit einigen wenigen fehlenden Features (z.B. Okularabdeckung). 2 1.5V Silberoxidbatterien 357 / SR 44.

XG: Diese Baureihe kenne ich nicht. Die Blendenautomatik wurde wieder abgeschafft, bei einzelnen Modellen kein manueller Modus (?).

X 700: Zeit- und Programmautomatik, TTL-Blitzsteuerung. Vollelektronisch. Vereinfachte Modelle waren die X 500, X 300 und X 370 sowie noch einige Exoten mehr.

Die Autofocus-Minoltas haben, wie gesagt, einen anderen Objektivanschluss.

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Last modified March 20, 2010