FED 2

Objektiv Wechselobjektive, M39 (Leica Schraubanschluss/LTM). Hier: Industar-26M 50mm f/2.8, Filtergewinde 40.5mm.
Verschluss Horizontal ablaufender Tuch-Schlitzverschluss 1/30 bis 1/500 + B. Selbstauslöser.
Fokussierung Gekuppelter Mischbild-Entfernungsmesser. Einstellbereich ca. 1 m bis unendlich je nach Objektiv.
Sucher Kein Leuchtrahmen. Dioptrienkorrektur.
Blitz PC Buchse. X-Synchronisation.
Film­transport Abnehmbare Rückwand. Daumenräder für Vor- und Rückspulen.
Maße ca. 140/80/33mm (ohne Objektiv).

[English version]

Hurra, meine erste Messucherkamera mit Wechselobjektiven und Leica-M39-Gewinde! Leider reicht das Geld im Moment nur für das mitgelieferte INDUSTAR-Objektiv, aber es ist ja ein ausbaufähiges System ... ;) Mein Exemplar hatte wohl (laut Aussage des Verkäufers) länger im Keller gelegen, aber glücklicherweise hatte der Verschluss nichts abbekommen. Nur die Tasche riecht immer noch ein bisschen muffig ...

Die FED-Kameras sind Kopien der Leica-Kameras aus der Vorkriegszeit. Sie werden, soweit ich weiss, bis heute hergestellt, jedenfalls konnte man 2003 immer noch eine neue FED-5 bestellen... Die FED-2 wurde (soweit ich weiss, ich bin wirklich kein Experte) bis in die 1970er Jahre hergestellt, sie hat keinen Belichtungsmesser.

Ich war zuerst überrascht, dass das Objektiv wirklich gut arbeitet, wenn es auch kein Lichtriese ist. Dann leuchtete mir ein, dass ein Normalobjektiv vom Tessar-Typ nicht wirklich schlecht sein kann und ich hörte von dem durchaus guten Ruf der Industare. Die Qualitätsstreuung soll allerdings erheblich sein, da es in der Sowjetunion wohl bei der Qualitätskontrolle haperte. Komplett aus Aluminium mit vergüteten Linsen. 10(!) Blendenlamellen.

Der Vorteil gegenüber den Schraubgewinde-Leicas: Ein Fenster für Sucher und Entfernungsmesser.

Mechanik: Metallgehäuse. Verschluss vollmechanisch. Im Gegensatz zur Leica hat man aber nicht den Eindruck von präziser Uhrmacherkunst, sondern von etwas grober Technik. Aber es funktioniert. Und man kann es sicherlich als Wurfgeschoss einsetzen, ohne dass es Schaden nimmt.

Dioptrienausgleich im Sucher ca. plus/minus 2 Dioptrien. Der zugehörige Hebel ist bei meinem Exemplar ziemlich locker, so dass man fast bei jedem Foto vor dem Scharfstellen erstmal den Sucher scharf stellen muss. Aber im Prinzip natürlich eine sehr gute Sache...

Filmeinlegen: Da hat sie der Leica wieder mal was voraus! die Rückwand ist komplett abnehmbar, was das Filmwechseln vergleichsweise zu einem reinen Vergnügen macht.

Nachteile:

Status März 2016: Verkauft.

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Last modified March 21, 2016