Revue Auto S22

(a.k.a. Konica Auto S2)

Objektiv Konica Hexanon 45mm f/1.8. Filterdurchmesser 55 mm.
Verschluss Copal-SVA Zentralverschluss. 1-1/500 und B. Selbstauslöser. X- und M-Synchronisierung.
Belichtungs­messung CdS-Zelle über dem Objektiv, innerhalb des Filtergewindes. Anzeige auf dem Kameradeckel und im Sucher (Blendenwerte). Blendenautomatik und vollmanuelle Einstellung, wobei auch im manuellen Modus der Belichtungsmesser aktiv bleibt.
Fokussierung Gekuppelter Mischbild-Entfernungsmesser. Fokushebel. Kürzeste Entfernung 0.9 m.
Sucher Leuchtrahmensucher mit Kompensation für Parallaxe und Verkleinerung des Sichtfeldes bei geringen Entfernungen (wow!). Blendenanzeige.
Blitz Cold shoe, Blitzsynchronbuchse. X- und M-Synchronisierung. Keine Leitzahlenautomatik. Spätere Modelle hatten anscheinend einen hot shoe.
Film­transport Schnellspannhebel, Rückspulkurbel. Aufklappbare Rückwand.
Maße ca. 140/90/70 mm mit Objektiv.
Batterie PX 625 Quecksilber.

Als neulich eine kleine unwissenschaftliche Umfrage unter aficionados nach der "besten kompakten Messucher-Kamera" veranstaltet wurde, lag die Konica ziemlich weit vorne.

Sie liess zum Beispiel die Canonet QL G-III weit hinter sich, was bei einer Sortierung nach Marktwert ganz anders aussieht.

Das Understatement treibt natürlich auf die Spitze, wer, wie ich, keine Konica S2 besitzt, sondern die völlig identische Kamera mit "Revue"-Markenschild. Zu dieser Zeit hat Revue noch keine Nachbauten eingekauft (wie später bei der 400 SE), sondern die Originale, die dann lediglich mit einem anderen Namensschild versehen wurden. Die Originale kamen damals entweder aus der Sowjetunion (Fed-3 und Fed-4, Zenit-E) oder von Konica (Auto S, Auto S2, Autoreflex T und diverse weitere Spiegelreflex) Fuji und Ricoh aus Japan.

Wie auch immer, meine Kamera heisst "Revue Auto S22" und hat ein Konica Hexanon 45mm 1:1.8. Die Gravur "Konica Hexanon" ist zwar vorhanden, wurde aber nicht mit weisser Farbe gefüllt. Naja.

Die Kamera ist recht gross und schwer, so etwa wie die Yashica Electro oder eine zeitgenössische SLR. Der Qualitätseindruck ist sehr hochwertig, sowohl optisch wie akustisch und vom Handling her. Offensichtlich ist das mehr als ein Eindruck, denn obwohl meinem Exemplar anzusehen war, dass es beim Vorbesitzer längere Zeit in irgendwelchen Kartons vor sich hingestaubt hatte, lief alles einwandfrei. Der Belichtungsmesser ist exakt, der Entfernungsmesser weder in der Horizontalen noch in der Vertikalen verstellt, alle Zeiten laufen und selbst der Selbstauslöser schnurrt "hemmungslos". Selbst die Rückwanddichtungen sind noch die alten (die Kamera ist aber auch so konstruiert, dass die Rückwanddichtungen als Lichtdichtungen nicht erforderlich sind).

Es handelt sich um das frühe Modell der S2, ohne Hot shoe und ohne eingebaute Gegenlichtblende. Alle anderen goodies sind vorhanden, wie:

Gesamteindruck: Für das was dieser Kamera an Kompaktheit fehlt, bekommt man überreichen Ausglich in Form von erweitertem Funktionsumfang, optischer und mechanischer Qualität und Stabilität. Ausserdem ist eine grosse und schwere Kamera natürlich sowieso nicht schlecht, wenn man lange Zeiten aus der Hand fotografieren muss, weil sie mehr Vibrationen schluckt.

Der einzige Nachteil dieser Kamera (ausser dem leidigen Batterienthema) ist in meinen Augen, dass die Filmempfindlichkeits-Skala bei 400 ASA zu Ende ist. Aber man kann halt nicht alles haben.

Status März 2016: Eine im Bestand. Gelegentliche Nutzung.

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Last modified March 21, 2016