Konica C35

Objektiv Hexanon 38 mm f/2.8 - 46 mm Filtergewinde.
Verschluss Copal Zentralverschluss kombiniert mit Blende ca. 1/30 bis 1/650 + B. Selbstauslöser. B+Selbstauslöser ergibt eine Belichtungszeit von ca. 1 s.
Belichtungs­messung CdS-Zelle über der Frontlinse, innerhalb des Filtergewindes. Filter werden automatisch berücksichtigt. Vollautomatik, kein manueller Modus. Filmempfindlichkeit 25 bis 400 ASA.
Fokussierung Gekuppelter Mischbild-Entfernungsmesser. Einstellbereich 1 m bis unendlich.
Sucher Leuchtrahmen. Anzeige der vom Programm gewählten Zeit-/Blendekombination.
Blitz Hot shoe. PC Buchse. Leitzahlen- Blitzautomatik (Leitzahl 7 bis 56). Blitzsynchronisation bei allen Verschlusszeiten.
Film­transport Aufklappbare Rückwand. Schnelltransporthebel. Rückspulkurbel.
Maße b/h/t 113/75/55 mm (mit Objektiv)
Batterie PX 675 Quecksilber.

[English version]

Die Point-and-shoot-Kamera unter den Klassikern: Nur Vollautomatik, Zeit-Blende-Kombination ohne Einfluss durch den Fotografen. Aber: Erstklassiges Objektiv, erstklassiger Belichtungsmesser und gute Verarbeitung.

Das Objektiv ist lichtschwächer als die Besten, aber lichtstärker als das meiste, was man heute so verkauft bekommt. Und: wirklich erstklassige Abbildungsqualität und Farbwiedergabe. Es gab auch ein Sondermodell mit dem f1.8/38mm-Objektiv der S3, aber das ist sehr selten. Aber schliesslich gibt's ja die S3...

Progammautomatik. Der Verschluss ist mit der Blende kombiniert, besteht aus zwei (!) Lamellen und öffnet die Blende umso weiter, je länger die Verschlusszeit ist. Die Verschlusszeiten reichen von 1/30 bis 1/650, die Blenden von 1/2.8 bis 1/14. So primitiv das klingt - Die Kamera macht einfach gute Bilder (auch Dias), weil diese Vollautomatik präzise funktioniert.

Vernünftiger, heller Sucher mit gut einstellbarem Doppelbild.

Blitzsynchronisation und Leitzahlen-(GN)-Blitzautomatik mit einem im Blitzschuh versteckten Schalter: Wenn man ein Blitzgerät einschiebt, wird ein Blitzsymbol im Sucher angezeigt und die Blende an die Entfernungseinstellung gekoppelt. Nimmt man das Blitzgerät raus, ist wieder die normale Programmautomatik aktiv. Die Entfernungseinstellung ausserhalb der Blitzreichweite wird blockiert. Also: nicht nachdenken - knipsen!

Messwertspeicher (AE-Lock): Auslöser halb drücken, und der aktuelle Belichtungswert bleibt gespeichert. Immerhin: ein bisschen Einfluss auf die Belichtung kann man doch nehmen ...

Superkompakt. Eine Kamera, die man auch dann einstecken kann, wenn man eigentlich keine mitnehmen möchte. Trotzdem natürlich grösser als eine Olympus XA.

Leider auch weniger vertrauenerweckend als die meisten. Die Kamera hat irgendwie etwas Blechbüchsenhaftes und zerbrechliches an sich. Ich habe mich, ob des Preises, davon nicht beeindrucken lassen und nehme sie z.B. gerne zum Segeln mit, was ihr wider Erwarten überhaupt nichts ausmacht.

Aber sie ist schwarz, für die Freunde des "professionellen Look". Allerdings kein lackiertes Messing, sondern eloxiertes Aluminium.

Nachteile: Keinerlei Einfluss auf Zeit und Blende. Keine "Kreativität" (Doch: bei der Auswahl dessen, was man fotografiert!). "Schnappschüsse". Aber gelungene. Das ist ein grosser Nachteil. Dafür fallen mir sonst keine ein.

Modellvarianten: Ich habe eine Revue 700 SEL (klingt fast so gut wie Mercedes 560 SEL, oder?), die mit der Konica so gut wie baugleich ist. Allerdings fehlt die "automatische Blitzerkennung", und die Verarbeitung ist schlechter. Ausserdem scheint fast jeder diese Kamera nachgebaut / angekauft und unter eigenem Namen verkauft zu haben (siehe Link unten). Warum auch nicht: sie ist besser als man denkt.

Status März 2016: Verkauft (naja, 1 EUR).

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Last modified March 21, 2016

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