Konica C35 AFII

Objektiv Konica Hexanon 38/2.8
Verschluss Copal Programmverschluss, kombiniert mit Blende. 1/30 bei Blende 2.8 bis 1/650 bei Blende 14. Selbstauslöser.
Belichtungs­messung CdS-Zelle über dem Objektiv, innerhalb des Filtergewindes. Programmautomatik.
Fokussierung Passiver Autofocus ohne focus-lock.
Sucher Leuchtrahmen. Mittenmarkierung (Focuspunkt). Warn-LED für Unterbelichtung.
Blitz Eingebauter Blitz, wird manuell zugeschaltet.
Film­transport Schnelltransporthebel, Rückspulkurbel.
Maße ca. 125/75/55 mm mit Objektiv.
Batterie 2x AA (Mignon).

Das ist jetzt wirklich ein Vorläufer unserer heutigen Point-and-Shoot-Kameras. Autofocus (wohl einer der ersten) und eingebauter Blitz.

Das Hexanon Objektiv ist das gleiche wie in der C35 und in vermutlich vielen anderen Kameras. Also sehr gut. Und die Lichtstärke wurde danach immer schlechter, bis hin zu den heutigen P&S-"Megazooms", wo sie sich nicht mal mehr trauen, die maximale Öffnung draufzuschreiben. Lichtstärkere Objektive mach(t)en bei Autofocus (zumindest damals) keinen Sinn, da eine zuverlässige Scharfeinstellung bei offener Blende technisch nicht möglich war.

Progammautomatik: Nichts einstellen. Der Verschluss ist immer noch mit der Blende kombiniert, aber es gibt jetzt anders als bei der C35 ohne AF einen zusätzlichen "Verschlussvorhang".

Vernünftiger, heller Sucher. Natürlich kein Messsucher, es gibt ja den AF. Das Objektiv steht normalerweise auf maximalem Auszug (kleinstmögliche Aufnahmeentfernung) und fährt zurück, wenn man den Verschluss betätigt. Bis der Autofocus sagt, dass es nun gut ist. Zur Kontrolle wird die gewählte Entfernung auf der kleinen Skala neben dem Objektiv angezeigt (kann man natürlich erst nach der Aufnahme kontrollieren ...). Der Autofocus ist nicht allzu zuverlässig. Es wird generell auf die Bildmitte scharfgezogen, wenn dort allerdings, wie bei vielen Landdschaftsaufnahmen, keine starken Kontraste vorhanden sind, wird's schwierig. Eine manuelle Fokussierung oder ein Focus-Lock gibt es nicht.

Es gibt hingegen einen Messwertspeicher für den Belichtungsmesser. Ein klassischer Teilerfolg ...

Den eingebauten Blitz muss/darf man manuell einschalten, also: der Fotograf bestimmt, wann geblitzt wird, nicht die Kamera.

Gut: 2 poplige Mignon (AA) Batterien aus dem Baumarkt versorgen den Blitz und die Automatik. Einfacher gehts nimmer.

Die Kamera ist eigenartigerweise schwerer und macht einen stabileren Eindruck als die originale C35. Das liegt wohl daran, dass statt dünnen Metalls dicker Kunststoff verwendet wurde. Aber bisher hat sie sich gut gehalten, trotz mitunter rauer Behandlung.

Status März 2016: Verschenkt.

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Last modified March 21, 2016